Reisevorbereitung USA
ESTA, Pässe, Nationalpark-Gebühren, Führerschein, Zoll: was vor einer USA-Reise zu erledigen ist – mit Zeitplan zum Abhaken und den offiziellen Quellen.
Zuletzt geprüft am 19.09.2026
Zeitplan zum Abhaken
0 von 13 erledigt3 Monate vorher
4–8 Wochen vorher
In der Woche vor dem Abflug
Am Reisetag
Dein Browser merkt sich die Haken – auf diesem Gerät, nicht in deinem Konto.
Einreise und ESTA
- Deutsche reisen für bis zu 90 Tage ohne Visum ein – mit genehmigter ESTA. Beantragen spätestens 72 Stunden vor Abflug, besser gleich nach der Buchung.
- Gebühr: 40,27 US-Dollar je Person (seit 1. Januar 2026; bis September 2025 waren es 21 Dollar). Gültig 2 Jahre oder bis der Pass abläuft.
- Nur über esta.cbp.dhs.gov beantragen. Viele Seiten mit ähnlichem Namen verlangen ein Vielfaches für dasselbe Formular.
- Ohne ESTA, mit Visum: Wer seit 12. Januar 2021 in Kuba war oder seit März 2011 in Iran, Irak, Nordkorea, Syrien, Sudan, Libyen, Jemen oder Somalia.
- Bei der Einreise: Foto und Fingerabdrücke. ESTA und Visum geben keinen Anspruch auf Einreise – die Entscheidung trifft der Beamte am Schalter, auch Handy und Laptop dürfen durchgesehen werden.
- Geplant, aber bei unserer Prüfung noch nicht in Kraft: Social-Media-Konten der letzten fünf Jahre als Pflichtangabe im ESTA-Antrag (Vorschlag der US-Grenzbehörde vom Dezember 2025).
Quellen: Auswärtiges Amt: USA – Einreise · U.S. CBP: ESTA (offizieller Antrag) · U.S. CBP: Visa Waiver Program
Mit Kindern
- Jedes Kind braucht einen eigenen E-Pass und eine eigene ESTA. Mit Kinderreisepass geht es nur mit Visum.
- Reist ein Kind nur mit einem Elternteil, raten die US-Behörden zu einer unterschriebenen Einverständniserklärung des anderen Elternteils auf Englisch.
- In den Nationalparks zahlen Kinder unter 16 keinen Eintritt.
- Kindersitze sind Pflicht, die Regeln (Alter, Größe) unterscheiden sich je Staat. Beim Mietwagen vorab mitbuchen oder eigene mitnehmen.
Quellen: Auswärtiges Amt: USA – Einreise · USA.gov: Reisedokumente und Einverständniserklärung für Kinder · National Park Service: Eintritt
Nationalparks: neue Gebühren seit 2026
- Wer nicht in den USA wohnt, zahlt in 11 Parks zusätzlich 100 Dollar je Person ab 16 Jahren: Acadia, Bryce Canyon, Everglades, Glacier, Grand Canyon, Grand Teton, Rocky Mountain, Sequoia & Kings Canyon, Yellowstone, Yosemite und Zion.
- Der Jahrespass America the Beautiful für Nicht-Einwohner kostet 250 Dollar. Er deckt den normalen Eintritt fürs Auto und den 100-Dollar-Zuschlag für den Inhaber und bis zu drei weitere Erwachsene.
- Rechenbeispiel Familie mit 2 Erwachsenen und einem Kind ab 16: Schon zwei der 11 Parks kosten ohne Pass 600 Dollar Zuschlag plus Eintritt – mit Pass 250.
Quellen: National Park Service: Gebühren für Nicht-Einwohner · National Park Service: Pässe
Autofahren
- Nationalen und internationalen Führerschein mitnehmen – der internationale gilt nur zusammen mit dem nationalen.
- Rechts abbiegen bei Rot ist in den meisten Staaten nach vollem Halt erlaubt, außer ein Schild sagt „No turn on red“.
- Ein Schulbus mit Blinklicht und ausgeklapptem Stoppschild darf nicht passiert werden – auch nicht aus der Gegenrichtung.
- An Kreuzungen mit Stoppschild in allen Richtungen („4-Way“) fährt, wer zuerst angehalten hat.
- Tempo in Meilen pro Stunde (65 mph ≈ 105 km/h), Benzin in Gallonen (1 Gallone ≈ 3,8 Liter). An vielen Zapfsäulen scheitern europäische Karten an der Postleitzahl-Abfrage – dann drinnen vorab bezahlen.
Quellen: Auswärtiges Amt: USA – Reiseinfos
Zoll – hin und zurück
- Einreise USA: Fleisch- und Wurstwaren sowie Pflanzen sind verboten. Am einfachsten: keine Lebensmittel mitnehmen, und was doch dabei ist, bei der Einreise angeben.
- Bargeld ab 10.000 Dollar muss bei der Einreise angemeldet werden.
- Rückreise in die EU: Waren bis 430 Euro je Person zollfrei (Kinder unter 15: 175 Euro), dazu ab 17 Jahren 1 Liter Spirituosen, 4 Liter Wein, 16 Liter Bier und 200 Zigaretten. Die Freimengen mehrerer Personen lassen sich für einen einzelnen teuren Gegenstand nicht zusammenlegen.
Quellen: Auswärtiges Amt: USA – Einreise und Zoll · Zoll.de: Reisefreimengen
Geld, Strom, Notfall
- Preise stehen ohne Steuer da – an der Kasse kommen je nach Staat und Ort meist 6 bis 10 % dazu, in wenigen Staaten wie Oregon nichts.
- Trinkgeld ist Teil des Lohns: im Restaurant üblich 18–20 %, Taxi 15–20 %, Zimmerreinigung ein paar Dollar pro Nacht.
- Strom: 120 Volt, Stecker Typ A/B. Handy- und Laptop-Netzteile vertragen das (100–240 V steht darauf), Föhn und Glätteisen oft nicht.
- Notruf: 911 (Polizei, Feuerwehr, Rettung).
- Arztbesuche und Krankenhaus sind sehr teuer. Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist dringend zu empfehlen; Medikamente in Originalverpackung mitnehmen.
Steuersätze und Trinkgeld sind übliche Werte, keine Vorschrift.
Quellen: Auswärtiges Amt: USA – Gesundheit
Gebühren und Regeln ändern sich. Maßgeblich sind immer die verlinkten offiziellen Stellen – diese Seite ist keine Rechtsberatung.